Benefizregatta „Rudern gegen Krebs“

Unser Boot war besetzt mit Gisela & Karsten (DHuGRC), Annette, Sabine und Corinna, die, sozusagen als Warm-up, erst einmal die „Alsterblick“ zur Veranstalterin, der RG Hansa ruderten. Zusammen mit der Stiftung „Leben mit Krebs“ und dem UKE hatte sie die Regatta organisiert und bereits die 2. richtig schicke Veranstaltung dieser Art auf die Beine gestellt. Unsere Ruderwartin Beatrice begleitete uns trotz des immer noch nicht geheilten Arms ebenso entzückend wie der Sonnenschein, der den ganzen Tag verzauberte. weiterlesen>>>

Bemerkenswert war, dass wir in Erwartung des erstens Rennens unser Boot zwar zur Hansa steuerten, es jedoch weder im ersten noch im zweiten Durchgang selbst rudern konnten… Mit hängenden Ohren wurden wir uns dessen bei Ansicht der Startübersicht bewusst, und Beatrice beschlich eine furchtbare Ahnung, ihm könnte aufgrund der vielen „Amateure“ Schlimmes widerfahren. Zum Glück erwies sich die Sorge am Ende als unbegründet, immerhin wurden zumindest an den Stegen die Teilnehmer von vielen Hansa-Helfern hilfreich ein- und ausgefädelt und wenn nötig vom Skullsalat befreit!

Karsten musste sich natürlich als einziger Mann im Frauenboot, deren Mannschaft auch noch „Hamburger Ruderinnen“ hieß, den einen oder anderen dümmlichen Kommentar anhören. Nichtsdestotrotz brachte er auch ohne Verkleidung als Ruderin eine sehr herzlich-heitere Stimmung mit an Bord, die inmitten dem Gewimmel an Organisatoren, Ruderern und Zuschauern klasse war.

Das schöne Wetter hatte mannigfaltigen Bootsverkehr auf die Alster gelockt, und die Regattastrecke wirkte sehr anziehend auf Paddler, Kanuten, Segler und natürlich die Alsterdampfer. Die Motorboote der Regattaleitung hatten gut zu tun, das Rennen einigermaßen ungestört zu erhalten – das Alstercabrio mit einem recht umfangreichen Steuermann hätten wir gern mindestens zweimal mit faulen Eiern beworfen. Einzig die St. Georg, die in schöner Regelmäßigkeit den Alsterbetrieb entzückte, verzichtete mit besten Wassermanieren der alten Schule auf ihre Vorfahrt.

Es ist nicht weiter verwunderlich, dass wir bei keinem der beiden Durchgänge Erster oder Letzter wurden. Ich denke aber auch, dass keiner von uns dazu angerudert war… Das Ganze war mehr ein weiteres Beispiel für eine gelungene Zusammenführung von extrem unterschiedlichen Rudertypen unter dem Anlass einer Benefizregatta. Eine Regatta, die sich mit der Krankheit auseinandersetzt und den Sport, den wir alle treiben, als Möglichkeit bietet, die Leidenszeit zu bewältigen, Normalität und Stärke zurückzugewinnen. Die Organisatoren zeigten sich in fröhlicher Form, nicht zuletzt auch aufgrund des Moderators, der unermüdlich die unterschiedlichste Musik zwischen seinen Durchsagen spielte und mit Leichtigkeit Witz, Informationen und alle Beiträge für die Zuhörer zusammenzauberte.

Da wir ihn und vor allem alles Andere die meisten Stunden des Tages bestens beobachten konnten – zwischen unserem ersten und dem zweiten Rennen konnten wir über mehr als drei Stunden genüsslich auf der oberen Terrasse der Hansa in die Sonne blinzeln – hatten wir es wirklich gut getroffen. Natürlich möchten wir an dieser Stelle diese zu Herzen gehende Regatta für das nächste Jahr bereits jetzt bestens empfehlen, ohne natürlich für das Engel-Ruder-Renn-Wetter irgendeine Gewähr zu übernehmen.