Fari Cup 2012

Sonntags-Achter 2012 “in order of appearance”: Anni-Lea J. (Steuerfrau von der HSBA), Sabine K., Susanne J., Corinna R., Ille B., Beatrice T., Vida B., Annette S.-D., Sandra K. (Anne T., Dorothea H., Gunter F., Alex D.).

Seit dem Fari-Cup 2011 hatte Ille uns von dem Ruderboot namens „Lindley“ des ARV Hanseat vorgeschwärmt und den Achter im Nachgang gleich für uns klar gemacht. weiterlesen>>>

Zu diesem Zeitpunkt war er vom Doppel-Achter schon wieder zum Riemen-Achter „zurück“ geriggert worden. Bis zum Frühling 2012 hatten wir genug Zeit, uns zum Riemenrudern so unsere Gedanken zu machen. Das Ergebnis: der Sonntags-Achter war der einhelligen Meinung, das Experiment Riemen-Achter zu wagen. Im Sommer ging dann unser Training so richtig los und steigerte sich bis zum Wettkampf auf wöchentliche Verabredungen. Fast immer trafen wir uns dazu bei der Fari mit Gunter, dem guten Geist unseres Sonntags-Achters, denn die „Lindley“ befand sich bis in den Oktober hinein in Reparatur. Mit Alex konnten wir darüber hinaus häufiger als im letzten Jahr trainieren (um genüsslich an jedem folgenden Montag unseren kolossalen Muskelkater zu kurieren 🙂 . Durch unser Riemen-Projekt hatte Sabine zu mancher sonnigen Stunde Unmäßiges um die Ohren, um uns immer mit Auswechsel-Ruderinnen komplett zu halten. Denn so selbstverständlich ist das alles für uns Hamburger Ruderinnen, oder sollte man sagen Hamburger Skullerinnen, ja wirklich nicht…

Beim letzten Training am Sonntag vor dem Fari-Cup traf uns die Nachricht von Hannas Tod. Für diejenigen, die sie besonders gut kannten und sich ihr immer nahe gefühlt hatten, drohte die Nachricht einen schweren Schatten über unser Gemüt zu werfen. Aber selbst auf die Gefahr hin, dass das jetzt furchtbar kitschig rüberkommt: es kam ganz anders! Von zwei regenreichen und kalten Tagen eingerahmt, wurde der Sonntag des Fari-Cups 2012 ein zutiefst schöner Tag mit goldenem Sonnenschein, milden Temperaturen, weichem Wasser und wunderschön verzauberter Atmosphäre. Anne (unsere Schlagfrau) und Dorothea (unsere starke Wiedereinsteigerin mit atemberaubender Rudervergangenheit) waren zwar krank geworden. Sabine übernahm jedoch mutig die Schlag-Position und sorgte wie immer unermüdlich für die Vollständigkeit unserer Mannschaft. Alex hatte uns mit Anni-Lea eine blutjunge Steuerfrau vermittelt, die uns unterwegs ordentlich Dampf machte und mit gezielten Ansagen und „mit Schmackes“ bei Konzentration hielt. Wir haben alles gegeben, um so wenig mannsstarke Achter wie nur irgend möglich an uns vorbeiziehen zu lassen, feierten bei der Siegerehrung im Clubhaus der Fari unseren konkurrenzlos glücklichen Sieg und prosteten auch Hanna verträumt zu.

Es hätte ihr sehr gefallen, uns so zu sehen!! Aber wer kann schon so genau sagen, wie weit weg sie schon war oder ob sie uns nicht vielleicht doch gesehen hat? In unseren Herzen jedenfalls ist sie bei uns und immer noch glücklich auf dem sonnigen Wasser der Alster. Viele von uns haben mit ihr das Masters-Rudern kennen gelernt. In unserer Erinnerung sitzt sie mal zwischen den Blumen am Steg, die sie so gern gepflegt hat, oder am Schlag der Isebek mit geschlossenen Augen – so ganz bei der Sache.