Hafentour

An der Elbphilharmonie ging es quer über die Elbe, vorbei am Hafentheater nach Steinwerder in den Fährkanal. Trotz Windstille türmten sich hier wieder Wellenberge von vorbeifahrenden großen und kleinen Schiffen und ich war froh das andere Ufer erreicht zu haben. Bei der Einfahrt in den Fährkanal hieß es gleich „Ruder halt“. Der Blick rüber zu den Landungsbrücken, im Hintergrund die tanzenden Türme und das beleuchtete Stadtpanorama, toll.

Weniger spektakulär ging es nun weiter vorbei am Eingang zu Blohm & Voss. Am Fähranleger „Steinwerder“ konnte ich mir gut vorstellen wie, noch in den 1960er Jahren, die Hafenfähren die Werftarbeiter zum Schichtwechsel zu Blohm & Voss brachten.

Nun fuhren wir durch das Norderloch, den Steinwerder- und Grevenhofkanal in den Nördlichen Reiherstieg, wo die Norderwerft mit ihren Docks liegt. Von dort ging es unter der Argentinienbrücke hindurch und an der neuen Ernst-August-Schleuse vorbei in den Spreehafen. Die S-Bahn-Haltestelle Veddel kreutzte unseren Weg in den Müggenburger Zollhafen und hinein in den Peutekanal. An der Norddeutschen Affinerie vorbei ging es unserem Heimathafen entgegen. Riesige Containerstapel (Nördlicher Reiherstieg) und dann wieder kleine Hausboote (Spreehafen) säumten unseren Weg durch den nächtlichen Hafen und irgendwann hatte ich total die Orientierung verloren.

Um zum Bootshaus der Wikinger zu kommen mussten wir wieder zurück auf die Elbe. Das ablaufende Wasser zog uns dem Ziel entgegen und bald hatte ich wieder den Duft von Kakao in der Nase. Das untrügliche Zeichen, nun geht unsere spannende Fahrt zu Ende.