Vogalonga 2019

Eine Einladung aus Lübeck zur sagenumwobenen „Vogalonga“ in Venedig weckte die Neugier einiger Hamburger Ruderinnen. Diese „Regatta“ über 30 km wurde 1975 von venezianischen Ruderern ins Leben gerufen, um gegen die vielen Motorboote zu protestieren, die durch ihren Wellenschlag den Verfall der Stadt beschleunigen.

Gerudert wurde im ca. 750 kg schweren Kirchboot „Bergknappe“ des RK Rüdersdorf, einem Klinkerboot, in dem 14 Ruderer und ein bis drei Steuerleute Platz finden können.

Nach einem Böllerschuss vom Ufer aus setzte sich die Masse der knapp 2000 Boote in Bewegung, um einen ca. 30 km langen Rundkurs zu absolvieren.

Hochgestimmt und vom Steuermann mit klaren Kommandos dirigiert, wird im Strom der Boote mitgeschwommen. Unzählige Arten der Fortbewegung auf dem Wasser waren zu beobachten. Neben den bekannten Ruder- und Paddelbooten aus vielen europäischen Ländern stachen insbesondere die venezianischen Ruderer ins Auge, die sich so, wie man die Gondolieri eben kennt, stehend gegen ihre Riemen lehnen. Oft farbenfroh und traditionell gekleidet und in Mannschaften mit bis zu 18 Ruderern boten sie ein anmutiges, geradezu opernhaftes Bild.

Der Höhepunkt der Rundfahrt durch die Inselwelt der Lagune war dann die Einfahrt in den Canale Grande und die Durchfahrt der Rialto-Brücke. Hier wurden die Einfahrenden von den am Ufer stehenden Menschen, Touristen wie Einheimischen, beklatscht und bejubelt.