Wanderfahrt Schweriner See

Am Freitag trafen wir abends bei der Schweriner Rudergesellschaft ein. Der traumhafte Blick über den ruhigen See auf das Schweriner Schloss ließ die Vorfreude auf das anstehende Wochenende steigen. Abends ging es aber erst einmal gemeinsam zum Essen in die Altstadt.

1. Tag: Frühstück ab 8.00 Uhr, also für fast alle zur zivilen Zeit (mit frischen Brötchen!). Um 10.00 Uhr waren die Boote startklar. weiterlesen>>>

Von der Schweriner Rudergesellschaft ging es los zum Paulsdamm. An die dicken Skulls in dem einen Vierer und dem einen Zweier mussten wir uns erst gewöhnen, doch auch das gelang nach kurzer Zeit. Schon bald lag das Stadtgebiet hinter uns. Eine kleine Rast bot sich an beim Campingplatz Ferienpark Seehof. Dort fanden wir einen kleiner Sandstrand und einen guten Platz für unsere Boote. Ideal für eine kurze Pause. Der Ort war schon verführerisch und verlockte zum Verweilen. Wir hatten aber ein besseres Ziel: Wiligrad. Dort sollte es schön sein und der Gedanke an Apfel- oder Pflaumenkuchen war attraktiv. Also rein in die Boote und weiter. Schließlich hatten wir gerade erst gut die Hälfte geschafft. An schöner Natur, kleinen Hausbooten, süßen Häusern, kleinen Häfen und Bootsanlegestellen vorbei ging es nun zum Ziel. Mist, kein Platz zum Anlegen für Ruderboote. Entgegenkommende Ruderer empfahlen uns einen Hafen und einen Fußmarsch von dort. Den Hafen fanden wir, doch nicht die Anlegestelle. Machte nix! Schließlich hatte jede noch Proviant dabei. Und beim Campingplatz war es doch auch sehr schön …. Also: Ab zum Ferienpark Seehof, den gleichen schönen Weg zurück. Leichtes Anlegen, leckeres Kaffeegedeck im Café und ein kleines Nickerchen am Strand in der herrlichen Sonne. Mehr – ging – nicht. Irgendwann mussten wir dann doch mal den Rückweg antreten. Dieses Mal ging es zunächst einen schmalen Kanal entlang. Auf der einen Seite verwunschene Natur, auf der anderen Seite eine Landstraße, auf der zu unserem Leidwesen viele Motoradfahrer bei irrsinnigen Geschwindigkeiten die letzten Tage Fahrspaß genossen. Am Ende des Kanals ging es über den Ziegelsee und Heidensee wieder zurück auf den Schweriner See. Der kleine Umweg war absolut lohnenswert. Natur pur! Wunderschön! So ruderten wir dem Sonnenuntergang entgegen und genossen nach dem Ausflug den Blick auf das immer näher rückende Schweriner Schloss. Der Tag wurde mit einem gemeinsamen, leckeren Abendessen in der Gastronomie der Rudergesellschaft beendet.

Der nächste Tag sollte nicht so lang und gar nicht anstrengend werden. Ziel war die Kanincheninsel. Diese wurde von uns aber erst einmal umrundet. Schließlich wollten wir doch auch rudern … Das Anlegen an der Kanincheninsel war zwar nicht ganz so komfortabel wie am Vortag aber möglich. Einen Strand gab es auch und zwei ganz Mutige genossen ein Bad im kalten See. Das Café hatte den letzten Tag offen und so konnten wir uns auch hier verwöhnen. Einige machten einen kleinen Fußmarsch zum Aussichtsturm entlang einem herrlichen Waldweg. Auf dem Turm wanderte der Blick über den See und die Wälder. Assoziationen mit dem Indian Summer waren naheliegend. Zurück am Strand mussten wir einsehen: Auch dieser Ausflug näherte sich dem Ende. Wir traten den Rückweg an und genossen ein letztes Mal den ruhigen See mit seinem klaren Wasser. Am Bootshaus putzten wir die Boote und kamen noch einmal bei erfrischenden Getränken auf der Terrasse zusammen.

Wir waren uns alle einig: Dieses Sommerwochenende im Herbst hatten wir uns verdient! Eine lohnenswerte Fahrt! Wiederholungsbedürftig!